Schulprogramm

Liebe Leserinnen und Leser,

 

mit dem vorliegenden Schulprogramm wollen wir allen, die sich für das Aggertal-Gymnasium Engelskirchen interessieren, die Ziele und Inhalte des Schullebens zugänglich machen.

 

Aber zuerst möchten wir Ihnen kurz unsere Schule vorstellen: Das Aggertal-Gymnasium ist eine relativ junge Schule, es wurde 1965 gegründet, und es ist eine überschaubare Schule mit etwa 780 Schülerinnen und Schülern, die von einem 50-köpfigen Kollegium von Lehrerinnen und Lehrer unterrichtet werden. Gemäß der Schulentwicklungsplanung der Gemeinde Engelskirchen wird die Schule dreizügig geführt, ihr Einzugsbereich umfasst das mittlere Aggertal zwischen Overath und Gummersbach.

 

Unser Schulprogramm zeigt unsere pädagogischen Ziele und Handlungsfelder auf und ist auf der Grundlage der Richtlinien und Lehrpläne entstanden. Unser Ziel ist es, das Schulprogramm als Rahmen für alle am Schulleben Beteiligten festzulegen, das pädagogische Gespräch ständig in Gang zu halten, auf Veränderungen zu reagieren und so die Schulprogrammarbeit kontinuierlich weiter zu entwickeln.

 

Als im Jahre 1999 klar wurde, dass alle Schulen bis gegen Ende des Jahres 2000 ein Schulprogramm vorlegen müssten, wurden auch bei uns verschiedene Wege zur Aufstellung eines solchen Programms diskutiert.

 

An unserer Schule hat sich – wie wir finden – erfreulicherweise eine Gruppe von Kolleginnen und Kollegen gefunden, die bereit war, die Steuerung des Entwicklungsprozesses für das Schulprogramm zu übernehmen. Diese Aufgabe verstanden wir weniger als Erfüllung der uns durch die einschlägigen Erlasse vorgegebenen Pflicht, sondern mehr als Chance in mehrfacher Hinsicht:

·        Chance zur Bestandsaufnahme schulischer Arbeit

·        Chance zur Diskussion pädagogischer Leitideen

·        Chance zur Entwicklung neuer Perspektiven

 

Die Steuergruppe versuchte möglichst viele Personen aus der Schulgemeinde in den Entwicklungsprozess einzubinden. In dieser Gruppe hatten wir das Gefühl, dass es sich gelohnt hat. Wir haben neue Einsichten gewonnen, andere Sichtweisen kennengelernt und Entwicklungen angestoßen. Wir hoffen, dass auch die Leserinnen und Leser des Schulprogramms ein wenig davon nachempfinden können.

 

Für Anregungen, Kritik und Mitarbeit bei der zukünftig zu leistenden Weiterentwicklung – insbesondere in Hinblick auf die Frage des Erreichens der Ziele und der Realisation als notwendig erkannter Veränderungen – sind wir dankbar und laden hiermit noch einmal alle interessierten Personen unserer Schulgemeinde dazu ein.

 

Die Steuergruppe

 

Frieder Bock

Inge Nägel-Harmsen

Irmgardt Nieswandt-Cremer

Sabine Ophuisen

Helmut Schäfer

Dr. Klaus-Dieter Vilshöver

 

 


1          Pädagogische Ziele

Die pädagogischen Grundorientierungen sind richtungsweisend für die schulische Arbeit.

Sie geben die anzustrebenden Ziele vor und sind durch die im Schulprogramm festgelegten Vorhaben im Schulalltag und Unterricht zu konkretisieren.

Sie bilden den Orientierungsrahmen für alle am pädagogischen Prozess Beteiligten.

Das ATG setzt als pädagogische Orientierung die folgenden Ziele fest, die im Schulalltag und im Unterricht zum Tragen kommen sollen:

 

Pädagogische Ziele

 Wir unterstützen und fördern die persönliche Entwicklung, die Erziehung zur Selbstständigkeit, die Entfaltung individueller Fähigkeiten und die Mitverantwortung der Schülerinnen und Schüler.

 Wir unterstützen und fordern das Erlernen von Toleranz, die Übernahme sozialer Verantwortung, partnerschaftliches Verhalten und Verantwortungsbewusstsein gegenüber den Mitmenschen.

 Wir unterstützen und fördern die Kompetenz zur Bildung eines ethisch begründeten Urteilvermögens und Handelns gegenüber der sozialen und natürlichen Umwelt.

 Wir unterstützen und fördern die Erziehung zu demokratischen Verhaltensweisen und die Bereitschaft zu verantwortungsvollem Handeln und Engagement.

 Wir unterstützen und fordern die Leistungsbereitschaft, das Erlernen selbstständigen Arbeitens zur Erlangung fachwissenschaftlicher Fähigkeiten und der Studierfähigkeit.

Wir unterstützen und fördern das Erlernen von Kooperation und Teamfähigkeit zur gemeinsamen Bewältigung von Anforderungen.

 Wir unterstützen und fördern ein kritisches und angemessenes Umgehen mit Informationsmedien zur Erlangung von Medienkompetenz.

 Wir unterstützen und fördern eine praxisorientierte Vorbereitung auf das Berufsleben zur Befähigung verantwortlichen und zukunftsorientierten Handelns in Berufs- und Arbeitswelt.

 Wir unterstützen und fordern ein verantwortungsbewusstes Umgehen mit sich selbst und anderen in Verkehr, Umwelt und Gesundheit.

2          Entwicklung und aktueller Stand der Schulprogrammarbeit

Der Weg ist das Ziel

Dieses Motto machte sich eine Arbeitsgruppe von Kollegen und Kolleginnen zu eigen, als sie sich im Sommer 1999 zum ersten Mal zusammensetzte, um die Rahmenbedingungen für die Entwicklung eines Schulprogramms abzustecken.

Die Gruppe verständigte sich auf das Prinzip, dass die zum Schulprogramm eingebrachten Vorschläge möglichst konkret und unmittelbar in den Schulalltag einfließen sollen.Verschiedene Fäden mussten also miteinander verknüpft werden, damit die Entwicklung von Zielvorstellungen für Unterricht und Schulleben nicht nur ein theoretisches Gesicht bekäme.

Die Formulierung von Zielvorstellungen für Schule und Unterricht musste alle am Schulleben Beteiligten miteinbeziehen, das Kollegium, die Eltern- und Schülervertreter wurden aufgefordert, ihre Vorstellungen von Schule und Unterricht darzulegen. Die Vorschläge nahm die Vorbereitungsgruppe auf, um den Faden weiterzuspinnen und daraus ein Gewebe mit konkreten Vorschlägen und Vorhaben zu entwickeln.

Theorie und Praxis, die Erarbeitung von verbindlichen Zielen und deren praktische Umsetzung in Unterrichtsvorhaben sollten also so eng miteinander verzahnt werden, dass die konkreten Erfahrungen dann wiederum die Weiterentwicklung des Schulprogramms beeinflussten.

 

Um Ihnen, liebe Leser und Leserinnen,an dieser Stelle einen kurzen Einblick in die bisherige

organisatorische und inhaltliche Arbeit zu gewähren, sollen Ihnen die wichtigsten Etappen und Etappenziele auf dem Weg zum Schulprogramm vorgestellt werden.

 

 

Der Weg - Die erste Etappe

Im November 1999 konnten die Vorbereitungen der Arbeitsgruppe Schulprogramm in die Organisation einer pädagogischen Tagung für das gesamte Kollegium einfließen. Das Ziel dieser Tagung war:

1.      Unsere schulische Arbeit einer Bestandsaufnahme zu unterziehen, uns zu fragen: Was hat sich in unserer pädagogischen Arbeit bewährt? Was erscheint uns veränderungsbedürftig zu sein?

2.      Einen Austausch herbeizuführen über pädagogische Ziele und Vorstellungen, die sich als verbindlich und tragfähig für alle am Schulleben Beteiligte erweisen sollen.

Zeitversetzt zu dieser Tagung waren Elternvertreter und Schüler aufgefordert ihre Vorstellungen von Unterricht und Schule zu thematisieren.

Die Ergebnisse dieser ersten Etappe in aller Kürze:

Für den Bereich Unterricht - der Kernbereich, den es zu befragen galt - sollten Konzepte entwickelt werden, die neben der Vermittlung von Sachkenntnissen und Medienkompetenz die methodischen Fähigkeiten der Schülerinnen und Schüler fördern. Ihre Mitverantwortung für den Lernprozess und ihre Eigentätigkeit soll dadurch stärker unterstützt und gefordert werden.

Für den Bereich Schulleben wurden Ziele und Vorstellungen formuliert, die einen kooperativen Umgang aller am Schulleben Beteiligten unterstützen können und Wert legen auf ein verbindliches soziales Verhalten.

 Durch gezielte Maßnahmen, die sich vor allem auf soziales Lernen im Klassenraum beziehen, auf die Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern und auf die Mitarbeit bei schulischen Veranstaltungen soll die Bereitschaft der Schülerinnen und Schüler verlangt werden, Verantwortung für ihre Schule zu übernehmen.

Der Bereich außerschulische Kooperation, als der dritte Bereich in der Schulprogrammentwicklung, wurde mit konkreten Zielvorstellungen verbunden, die z. B. berufsorientierenden Projekte, dem Austausch und der Zusammenarbeit mit Partnerschulen im Ausland und mit außerschulischen Lernorten und Partnern Rechnung tragen können.

 

 

Der Weg - Die zweite Etappe

Diese zweite Etappe wurde eingeleitet mit der Durchführung einer zweiten pädagogischen Tagung im März 2000. Diesmal waren auch interessierte Eltern und Schüler eingeladen an der Tagung teilzunehmen.

Unser Ziel war es an diesem Tag in verschiedenen Arbeitsgruppen zu den Bereichen Unterricht, Schulleben und Kooperation konkrete Unterrichtsvorhabern zu planen und Umsetzungsmöglichkeiten zu erörtern.

Der Erfahrungsaustausch mit eingeladenen Experten und Kollegen anderer Schulen erwies sich bei dieser Tagung als produktiv für unsere schulinterne Diskussion.

Die Ergebnisse dieser Tagung lassen sich in einer Art Selbstverpflichtung der am Prozess beteiligten Personen zusammenfassen:

1.      Es soll ein Nutzungskonzept für den Umgang mit Neuen Medien erstellt werden.

2.      Ein Seminar zum methodischen, sozialen und kommunikativen Lernen für die Sekundarstufe II soll baldmöglichst ausgearbeitet und angeboten werden (ist inzwischen erprobt).

3.      Ein Konzept für soziale und methodische Lernorganisation soll für die Orientierungsstufe erarbeitet und baldmöglichst durchgeführt werden (In verschiedenen Fächern erfolgt die Erprobung).

4.      Ein Plan zur Schulumfeldgestaltung ist in Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Köln-Deutz zu erstellen und durchzuführen (wird erstellt).

5.      Die Kooperation mit Eltern und Elternvertretern ist durch Verbesserung der Informationsvermittlung zu verbessern.

6.      Die Konzeption des Ganztagsunterrichts ist zu überarbeiten und ggf. zu verändern.

7.      Das soziale und ökologische Engagement ist in Kooperation von Eltern, Lehrern und Schülern mit konkreten Projekten zu unterstützen.

8.      Ein Schulfest in Kooperation mit allen Schülern, Lehrern und Eltern soll geplant und durchgeführt werden.

 

 

Der Weg - die dritte Etappe und das Ziel

Diese Phase ist gekennzeichnet durch die kontinuierliche Arbeit der Schulprogrammgruppe, die als Steuerungsgruppe die verschiedenen Aktivitäten koordiniert und in einem Papier niederlegt.

Der nächste Schritt war die Diskussion des erarbeiteten Schulprogramm und die endgültige Verabschiedung in der Schulkonferenz.

 


3          Curricularer Bereich

Die geltenden Richtlinien und Lehrpläne bilden die Grundlage für die Wahrnehmung und Umsetzung des Bildungs- und Erziehungsauftrags an unserer Schule.

Die inhaltliche und methodische Gestaltung der einzelnen Unterrichtsfächer am ATG orientiert sich dabei an den von den Fachschaften entwickelten schulinternen Curricula.

 Die besonderen Schwerpunkte, die für die einzelnen Fächer und Fachbereiche in diesem Zusammenhang entwickelt worden sind, sollen im Folgenden als spezifisches Angebot des ATG vorgestellt werden.

 

 

3.1         Sprachlicher Bereich

Das Fach Deutsch wird durch alle Jahrgangsstufen des Gymnasiums als Pflichtfach erteilt. In der Sekundarstufe I werden zwischen 4 und 3 Stunden wöchentlich unterrichtet, in der Sekundarstufe II (Deutsch ist ein Pflichtfach, alle Schülerinnen und Schüler müssen es belegen) im Grundkurs 3 Stunden und im Leistungskurs 5 Stunden.

 In den Sekundarstufen wird neben den traditionellen Inhalten Sprache und Literatur in verstärktem Maße auch darauf hingewirkt, die Schülerinnen und Schüler auf den sinnvollen Umgang mit neuen Medien vorzubereiten.

So hat das ATG den Deutschunterricht für die 5. Klassen um eine Stunde aufgestockt, um die Schülerinnen und Schüler mit der modernen Informationstechnologie und hier besonders der Textverarbeitung vertraut zu machen. Unser Ziel ist, dass alle Schülerinnen und Schüler unabhängig von ihren häuslichen Möglichkeiten nach der 5. Klasse Grundzüge der Textverarbeitung am Computer kennengelernt haben und abwenden können. Damit soll auch eine Basis für die sinnhafte Verwendung moderner Technologie in den folgenden Jahrgangsstufen gelegt werden.

Schülerinnen und Schüler, die Spaß am Theaterspielen haben, können an einer Theater-Arbeitsgemeinschaft oder an den Musicalprojekten der Schule teilnehmen.

Soweit es sinnvoll erscheint, wird der Unterricht in allen Jahrgangsstufen durch Exkursionen, z. B. ins Theater, ergänzt.

Die in beiden Sekundarstufen in den letzten Jahren geschriebenen Parallelarbeiten haben für das Fach Deutsch eine hohe Übereinstimmung zwischen Anforderungen und Benotungen in verschiedenen Klassen gezeigt.

 


Alle Schülerinnen und Schüler unserer Schule beginnen in der fünften Klasse mit Englisch als erster -Fremdsprache. In den Klassen 5 und 6 ist der Unterricht jeweils 5-stündig, in den Klassen 7 und 8 jeweils 4-stündig und in den Klassen 9 und 10 jeweils 3-stündig. In der Oberstufe werden wahlweise Grund-(3-stündig) oder Leistungskurse (5-stündig) angeboten.

In Übereistimmung mit den Nordrhein-Westfälischen Lehrplänen für Englisch für die Sekundarstufen I und II ist das übergeordnete Ziel des Englischunterrichts die mündliche und schriftliche Kommunikationsfähigkeit in dieser Sprache.

 

Im Einzelnen fördert der Unterricht

·        umfassende Kenntnis von Wortschatz und Grammatik

·        die Fähigkeit zur Textrezeption

·        die Fähigkeit zur Textproduktion

·        interkulturelle Offenheit,

·        die Fähigkeit zur Mitgestaltung von und Mitverantwortung für Unterricht und eigenes Lernen und schließlich

·        Teamfähigkeit.

 

Auf diese Ziele wird vom ersten Lernjahr an mit zunehmender Konsequenz hingearbeitet:

·        So wird das gelernte Sprachmaterial - wann immer möglich - in lebensechten Situationen angewendet.

·        Möglichst bald führt der Weg weg von für die Lernsituation künstlich hergestellten Texten zu authentischen Texten.

 

Für die Zukunft wird Folgendes angestrebt:

·        Mit der zunehmend besseren technischen Ausstattung der Schule soll der Anteil an audiovisuellen Medien gegenüber reinen Lesetexten vergrößert werden.

·        Die Möglichkeiten der Textverarbeitungsprogramme sollen für das Analysieren und Umwandeln von Texten genutzt werden.

·        Das Internet soll als Informationsquelle genutzt werden.

·        Seit kurzem nehmen Schülerinnen und Schüler unserer Schule an Fremdsprachentests teil. (Bundeswettbeweb Fremdsprachen für Sek I, APIEL-Test für Sek II). Dies soll weitergeführt bzw. intensiviert werden.

·        Weiterhin werden wir Anträge auf die Zuweisung eines/einer englischen Assistant Teachers stellen.

 

Abschließend möchten wir noch mit Bedauern feststellen, dass es uns trotz jahrelanger intensiver Bemühungen und trotz einiger hoffnungsvoller Ansätze nicht gelungen ist, eine anhaltende Partnerschaft mit einer englischen Schule aufzubauen.

 

 

Das Fach Latein stellt im Bildungs- und Fächerkanon des Gymnasiums nach wie vor einen unverzichtbaren Bestandteil dar, denn: Latein ist eine wesentliche Grundlage unserer Kultur.

Trotz des Fortschritts von Technik und Wissenschaft ist die Terminologie unserer Welt im engeren oder weiteren Sinn weiterhin von Latein bestimmt.

Die Beschäftigung mit der Antike, mit den Grundlagen der europäischen Kultur, schafft eine kritische Distanz zum zeitgenössischen gesellschaftlichen und politischen Geschehen.

Latein ist die Muttersprache Europas:

Mit Latein als Grundlage lernen sich viele Sprachen sehr viel leichter.

Latein trägt zur Entwicklung gesellschaftlich wesentlicher Fähigkeiten bei, schult den Intellekt und auch das Ausdrucksvermögen im Deutschen.

Kenntnisse in Latein sind sinnvoll bzw. der Nachweis ist vorgeschrieben für viele Studiengänge an der Universität.

Nach sorgfältigen statistischen Auswertungen des Wahlverhaltens unserer Schülerinnen und Schüler im Differenzierungsbereich ist – nicht zuletzt, um das Fach Latein langfristig zu stärken – beschlossen worden, dass die Schülerinnen und Schüler, die alle drei an unserer Schule möglichen Fremdsprachen (E, L, F) erlernen möchten, Latein als zweite Fremdsprache in der Klasse 6 zu wählen haben.

Daneben ist es lediglich möglich – allerdings nur bei entsprechender Nachfrage – Latein ab Klasse 11 (C-Kurs) zu wählen. Mit Abschluss der Klasse 11 (Note: mindestens ausreichend) erreichen die Schülerinnen und Schüler das sogenannte Latinum.

 

Das Fach Französisch kann am ATG als 2. Fremdsprache (ab Klasse 6) oder im Rahmen der Differenzierung als 3.Fremdsprache (ab Klasse 9) gewählt werden.

Für Schülerinnen und Schüler, die in Stufe 11 von einer anderen Schulform zum Gymnasium wechseln, besteht die Möglichkeit, noch fehlende Pflichtbedingungen der 2. Fremdsprache durch Wahl eines neu einsetzenden Kurses (F ab 11) abzudecken.

Vorgesehen sind für die Klassen 6 bis 7 vier Wochenstunden, für die Klassen 9 und 10 drei (F 7) bzw. vier Wochenstunden (F 9). [wird für G8 neu strukturiert]

In Stufe 11 wird das Fach Französisch in der Regel dreistündig unterrichtet.

Mit der Ausdifferenzierung in Grund- und Leistungskurse kann Französisch ab 12 bei ausreichender Nachfrage dreistündig (Grundkurs) oder fünfstündig (Leistungskurs) erteilt werden.

In Klasse 11 wird ein zweistündiger Angleichkurs für Schülerinnen und Schüler mit dem Kursprofil F9 angeboten.

Methodisch zielt das Erlernen der französischen Sprache von Anfang an auf die Erlangung der Kommunikationsfähigkeit in der Fremdsprache.

Mit der in Stufe 12 einsetzenden Qualifikationsphase werden die Schülerinnen und Schüler darauf vorbereitet, über die Grenzen ihrer Muttersprache hinaus handlungsfähig zu werden .

In regelmäßigen Abständen (in der Regel einmal im Jahr) finden einwöchige Begegnungen zwischen Schülerinnen und Schülern des ATG und Jugendlichen der Partnergemeinde Plan-de-Cuques (bei Marseille) statt, die auf deutscher Seite von der Fachschaft Französisch in Kooperation mit dem Partnerschaftsbeirat der Gemeinde Engelskirchen organisiert und betreut werden.

Die Fachschaft bemüht sich zur Zeit auch um einen Fremsprachenassistenten /eine Fremsprachenassistentin, die das Profil des FU mit Blick auf die Kommunikationsorientung des Faches mitprägen soll.

 

 

3.2         Literarisch-musischer Bereich

Im Fach Kunst stehen in der Sekundarstufe I die Grundelemente bildnerischer Darstellung im Mittelpunkt des Unterrichts. Hierzu gehören in den Klasen 5 - 6 zeichnerisches Darstellen; Flächenteilungsübungen und Gestaltung von Werbung, Plakaten und Schrift in den Stufen 7 – 8 sowie die Darstellung von Perspektiven, serielle Verfahren und Herstellung von Skulpturen in den Klassen 9 – 10.

In der Sekundarstufe II konzentriert sich der Unterricht auf das Verhältnis von Theorie und Praxis der bildnerischen Darstellung. Inhaltlich wird dieser rahmen in Stufe 11 mit bildanalytischen und kunstgeschichtlichen Betrachtungen gefüllt; im Jahrgang 12 steht die Auseinandersetzung mit Architektur und Plastik im Vordergrund; Stadt und Land als Motive der Kunst und Kunstgeschichte sind der thematische Schwerpunkt in Stufe 13. en einzelnen Fachinhalten sind in methodischer Hinsicht Analyse und Interpretation zugeordnet; als künstlerische Techniken kommen Zeichnen, Malen, Bauen und Plastizieren zur Anwendung.

 

In Musik werden in den Klassen 5 und 6 die musiktheoretischen Grundlagen gelegt (Notenlesen, Übersicht über die verschiedenen Instrumentengruppen). Hörbeispiele erlauben erste Unterscheidungen von einfachen Formstrukturen und Komponistenportraits. Das praktische Musizieren mit der Stimme oder mit Instrumenten ist ein Schwerpunkt für diese Alterstufe. Die Liedbeispiele sind europäischer und amerikanischer Herkunft und gehen im Kanon bereits in die Mehrstimmigkeit.

In den Klassen 7 und 8 werden die Grundkenntnisse vertieft und erweitert. Molltonleitern und die gesamte Intervallpalette gehören ebenso zum Programm wie die Betrachtung von Musikbeispielen und Gruppen der Gegenwart (Rock, Pop) mit ihren jeweiligen Gestaltungsmerkmalen. Singen, spielen und tanzen sind praktische Anteile im Unterricht.

Waren die Kenntnisse zu den Epochen und der Umgang mit Notenmaterial bisher noch punktuell ausgerichtet, so ist das Ziel des Unterrichtes in den Stufen 9 und 10, einen Überblick zu schaffen. Das Lesen von Klavierauszügen und Partituren, tonale und atonale Strukturen sowie die Gattungen Oper und Musiktheater erweitern die Kenntnisse und Fähigkeiten für eine fundierte Entscheidung bei der Wahl der Oberstufenkurse (ab Stufe 11).

 

Angesichts der Tatsache, dass das Fach Literatur in der Sekundarstufe II (Jahrgang 12) von verschiedenen Lehrerinnen und Lehrern unterrichtet wird, ist der Unterricht in diesem Fach von den persönlichen Schwerpunkten der Unterrichtenden und der planerischen Mitgestaltung der Schülerinnen und Schüler bestimmt.

Nach den neuen Richtlinien des Faches werden die folgenden Bereiche angeboten:

I        Werkstatt als Methode

II       Schreiben

III     Theater

IV     Medien.

Zu den Zielen eines Kurses im Fach Literatur gehören an unserer Schule auch die Gestaltung/Umgestaltung von Texten und die Umsetzung der Ideen in eine experimentelle öffentliche Bühnenpräsentation.

 

 

3.3          Gesellschaftswissenschaftlicher Bereich

Zum gesellschaftswissenschaftlichen Bereich gehören die Fächer Geschichte, Erdkunde, Politik und Sozialwissenschaften, Erziehungswissenschaft, Religion und Philosophie.

 

Im folgenden Teil werden die Schwerpunkte dieser Fächer kurz vorgestellt.

Das Fach Geschichte wird in der 6., 7., 9. und 10. Jahrgangsstufe zweistündig erteilt. Die gesamte Geschichte der Menschheit von den Anfängen in der Steinzeit und den frühen Hochkulturen, über die Antike, das christliche Mittelalter bis zur frühen Neuzeit und dem 20. Jahrhundert ist aufeinander aufbauend Thema in der Sekundarstufe I.

Ziel ist es, den Schülerinnen und Schülern historisches Bewusstsein und Orientierungswissen zu vermitteln, das die Kenntnis über die historische Bedingtheit des Menschen und seiner Gesellschaft mit einschließt. Auch gegenwärtige gesellschaftliche Prozesse sollen in ihren historischen Zusammenhängen erkannt werden.

Wird Geschichte in den Jahrgangsstufen 6 und 7 noch stark erzählend und - dem Alter der Kinder entsprechend - für den erlebten Nachvollzug spielerisch aufbereitet, so treten in der Mittelstufe die analytischen Züge in den Vordergrund.

Geschichte kann in der Sekundarstufe II als Grund- oder Leistungskurs belegt werden. Die Inhalte des Faches werden hier nicht mehr chronologisch, sondern thematisch strukturiert.

Geschichtliche Vorgänge werden dabei unter bestimmten Aspekten betrachtet, untersucht und bewertet.Weil von diesen Vorgängen nur noch ihre Spuren Zeugnis ablegen, kommt der Quellenanalyse und Quellenkritik eine tragende Bedeutung zund

 

Das Fach Erdkunde wird in der Regel zweistündig in der Sekundarstufe I unterrichtet, mit Ausnahme in der Jahrgangsstufe 6 und 10. In der Oberstufe kann das Fach als Grundkurs und ab der Jahrgangstufe 12 auch als Leistungskurs gewählt werden.

In der Sekundarstufe I stehen die Wirtschaftsräume in Deutschland , die Klimazonen der Erde, Probleme der Dritten Welt und Europa als Themenbereiche an. Es geht hier vor allem darum, dass die Schülerinnen und Schüler ein Raumverständnis entwickeln und Zusammenhänge von natur- und kulturgeographischen Faktoren begreifen lernen.

In der Sekundarstufe II steht das Erlernen wissenschaftlicher Arbeitsmethoden und grundlegender Arbeitsweisen des Faches Geographie im Vordergrund. Der Zusammenhang von lokalem Handeln und globalem Wirtschaften wird ausgehend von der Jahrgangsstufe 11 bis zur Jahrgangsstufe 13 zunehmend übergreifender, aber an Beispielen spezifisch verdeutlicht, thematisiert.

 Der thematische Rahmen ist hier vor allem auf die Untersuchung des unterschiedlichen Entwicklungsstandes von geographischen Räumen im Globalisierungsprozess festgelegt, wobei auch wirtschaftliche und gesellschaftliche Veränderungen als Auslöser für raumprägende und raumverbindende Prozesse ins Blickfeld geraten.

Als besondere Angebote außerhalb des regulären Unterrichts existieren eine Arbeitsgemeinschaft Erdkunde, die ab der Jahrgangstufe 7 belegt werden kann sowie geographische Exkursionen, die unseren Nahraum näher erkunden.

 

Der Fachbereich Sozialwissenschaften/Politik ist mit dem Fach Politik in der Jahrgangsstufe 5, 6, 8 und 10 und mit dem Fach Sozialwissenschaften in der Sekundarstufe II vertreten.

Das Fach Sozialwissenschaften, das die Bereiche Wirtschaft, Politik und Soziologie integriert, steht in der Sekundarstufe II als Wahlpflichtfach im Grundkursbereich zur Verfügung. Das bedeutet, dass dieses Fach von jedem Schüler, von jeder Schülerin in der Oberstufe gewählt werden muss, entweder erfolgt die Wahl ab der Jg. 11 oder spätestens in der Jg. 13 als Zusatzfach. Das Zustandekommen eines Leistungskurses ist bei entsprechender Wahl möglich. Gemeinsam mit dem Politikunterricht in der Sek I ist dem sozialwissenschaftlichen Unterricht in der gymnasialen Oberstufe, dass Schülerinnen und Schüler Kenntnisse und Fähigkeiten erwerben, die sie in die Lage versetzen sollen, sich bewusst an der Gestaltung ihrer Lebensumwelt zu beteiligen.

Der Politikunterricht am ATG trägt dem Rechnung, indem realitätsnahe Situationen, die sich aus dem Zusammenhang des Unterrichts ableiten lassen, miteinbezogen werden.

(So sind in diesem Zusammenhang in der Sek I und Sek II Unterrichtsvorhaben und Projekte zu nennen, die von einzelnen Klassen und Kursen gemeinsam mit ihren Lehrern geplant und durchgeführt wurden, z.B die Vorbereitung und Durchführung von Podiumsdiskussionen zu aktuellen gesellschaftlichen Themen, die Einladung und Befragung von zur Wahl stehenden Kandidaten bei Kommunalwahlen oder die Durchführung und Auswertung von schulinternen Abstimmungssimulationen, weiterhin Projekte zur Kinderarbeit in Ländern der Dritten Welt oder aber auch die Entwicklung, Durchführung und Auswertung von Befragungen zu gesellschaftspolitisch relevanten Themen, wie Freizeitgestaltung, Mediennutzung o.ä.)

Während die Lernbereiche in der Sekundarstufe I sich konkreter am unmittelbaren Umfeld und Erfahrungsraum der Schülerinnen und Schüler orientieren, so bleibt in der Sekundarstufe II die Alltagserfahrung zwar der Ausgangspunkt um wirtschaftliche, sozial- und gesellschaftspolitische Fragestellungen zu erarbeiten, diese müssen jedoch durch die Vermittlung fachspezifischer Methoden und Arbeitsweisen zu sozialwissenschaftlichen Erkenntnissen und Erklärungsansätzen in Beziehung gesetzt werden. Die Vermittlung eines Basiswissens zur Erklärung ökonomischer Prozesse, zur Beurteilung politischer Systeme und gesellschaftlicher Entwicklungen in einer globalisierten Welt ist dabei unerlässlich.

Fächerübergreifendes Arbeiten bietet sich in diesem Fach vor allem bei berufsvorbereitenden und praktikumsorientierten Unterrichtsvorhaben, z. B. mit dem Fach Deutsch an.

 

Das Fach Erziehungswissenschaft wird am ATG nur in der Sekundarstufe II unterrichtet. Mit der Wahl von Erziehungswissenschaft erfüllen die Schülerinnen und Schüler die Bedingung, ein gesellschaftswissenschaftliches Fach zu belegen. Das Fach kann ab der Jahrgangsstufe 11 als Grundkurs und ab der Jahrgangsstufe 12 als Leistungskurs gewählt werden, soweit genügend Interessenten da sind. Entsprechend kann Erziehungswissenschaft im Abitur als schriftliches oder mündliches Fach gewählt werden.

Im wesentlichen beschäftigt sich das Fach mit Fragen der Entwicklung und Erziehung, wobei nicht nur die kindliche Phase gemeint ist, sondern alle Alterstufen mit ihren jeweiligen Möglichkeiten und Grenzen im Unterricht besprochen werden. Besonderer Wert wird am ATG dabei daraufgelegt, dass die Schülerinnen und Schüler mit den fachspezifischen Methoden vertraut gemacht werden.

 

Das Fach Religion wird am ATG seit 1990, angeregt durch die damalige Schulleiterin, Frau Ittel-Fernau, konfessionsübergreifend unterrichtet.

Der Schritt für diese Entwicklung wurde ausgelöst durch die Situation, dass die Unterrichtsversorgung im Fach Religion nicht für alle Klassen gewährleistet war.

Dieser Umstand wurde vor allem deshalb als besorgniserregend empfunden, weil dies ein Bruch in einer kontinuierlichen religiösen Erziehung bedeutet hätte. Vor allem wurde als Folge eine deutliche Zunahme der Abmeldungen vom Religionsunterricht befürchtet. Von dieser Tatsache ist die Schule bis zu diesem Zeitpunkt fast völlig verschont geblieben. In der Sekundarstufe I gab es so gut wie keine Abmeldungen, in der Sekundarstufe II besuchten 6o% einer Jahrgangsstufe die Religionskurse.

Vor diesem Hintergrund sieht das ATG diese Lösung als gerechtfertigt und erforderlich.

Nach Vergleich und Abgleich beider Lehrpläne wird das Fach Religion in der Sekundarstufe I im Klassenverband jeweils als konfessioneller Unterricht erteilt, wobei Inhalte und Positionen der anderen Konfession in besonderem Maße berücksichtigt werden.

Die Fachkonferenzen beider Konfessionen werden gemeinsam durchgeführt. Daran nehmen regelmäßig auch die Geistlichen beider Kirchen teil. Eine kontinuierliche Zusammenarbeit der Religionslehrer der Schule wird dadurch gewährleistet.

Die regelmäßigen Gottesdienste werden ökumenisch , abwechselnd in der katholischen, bzw. evangelischen Kirchen gefeiert.

Der Religionsunterricht am ATG wird in der Sekundarstufe I weiterhin von fast allen Schülerinnen und Schülern besucht. In der Sekundarstufe II nimmt die überwiegende Mehrheit der Jahrgangsstufen das Angebot der Religionskurse wahr.

Als besonderes Angebot der Fachschaft Religion soll ein religiöser Einkehrtag für die Jahrgangsstufe 11 am Ende des Schuljahres fester Bestandteil des Schulprogramms werden.

 

Das Fach Philosophie besteht seit jeher als Angebot im Rahmen der Fachwahlmöglichkeiten in der Sekundarstufe II am ATG. Lange Zeit waren die Schülerinnen und Schüler frei, sich im gesellschaftswissenschaftlichen Bereich für das Fach zu entscheiden. Seit einigen Jahren ist Philosophie obligatorisch für alle Schülerinnen und Schüler, die nicht Religion wählen.

In der Regel besteht in der Sekundarstufe II in jeder Jahrgangsstufe ein Kurs.

Übergeordnete thematische Schwerpunkte liegen in der Erarbeitung und Erörterung anthropologischer, politischer, ethischer und erkenntnistheoretischer Fragestellungen. So verteilen sich nach dem Einführungskurs in der Jahrgangstufe 11,1 die genannten thematischen Schwerpunkte auf die einzelnen Halbjahre folgendermaßen:

11.2 Anthropologie

12.1 Ethik

12.2 Staatsphilosophie

13.1 Erkenntnistheorie

13.2 Alternative Themen, z. B. Sprachphilosophie, Ästhetik. Logik o.ä.

Nicht selten werden im Philosophieunterricht auch Unterrichtsinhalte anderer Fächer berührt. Von daher bietet sich grundsätzlich die Möglichkeit fächerübergreifenden Arbeitens an. Die Fächer Geschichte, Deutsch, Biologie und Religion zum Beispiel können hier genannt werden, um in Zusammenarbeit bereits erworbenes Wissen anzuwenden und in übergreifenden Zusammenhängen zu vertiefen.

Als besonderes Angebot plant die Fachschaft Philosophie die Durchführung eines philosophischen Wochenendes. Hier soll verwirklicht werden, was im Schulalltag schwer zu realisiern ist: ein philosophischer Diskurs, frei von schulorganisatorischen Zwängen.

 

 

3.4         Sport

Die Aufgabe des Schulsports besteht schon lange nicht mehr darin, nur fachlich in Disziplinen und Bereiche des Sports einzuweisen. Sein besonderer Auftrag ist die Entwicklungsförderung durch Bewegung, Sport und Spiel und seine erste Aufgabe die Förderung der Gesundheit.

Die pädagogische Bedeutung des Sports zeigt sich in besonderer Weise darin, dass er mit seinen Mitteln dazu beitragen kann, das allgemeine Ziel von Schule zu erreichen: die Förderung der personalen Identität in sozialer Verantwortung, so „dass eine Handlungsfähigkeit entsteht, mit der die eigene Lebenswelt sinnvoll und verantwortungsbewusst gestaltet werden kann.“ (Richtlinien und Lehrpläne Sport)

Aus gesundheitserzieherischer Perspektive ist der Sport ein unverzichtbarer Bereich in unserer Schule. Einstellungen, Gewohnheiten, Kenntnisse und Aufklärung über Möglichkeiten für eine gesunde Lebensführung können vermittelt werden.

Die Schülerinnen und Schüler können die positiven Auswirkungen des Sports durch folgende unterrichtliche und außerunterrichtliche Angebote am ATG erfahren:

·        die traditionell stattfindenden Skikurse für die Klassen 8

·        Wettkämpfe und Turniere in verschiedenen Sportspielen und sportliche Aktivitäten beim Schulfest

·        Sport-Arbeitsgemeinschaften

 

 

3.5         Mathematisch – naturwissenschaftlicher Bereich

Die Fächer aus dem Bereich Mathematik, Informatik und Naturwissenschaften werden entsprechend den landesweit gültigen Vorschriften an unserer Schule gemäß der folgenden Übersicht unterrichtet und sind in allen Fällen versetzungswirksam. Es sind jeweils die Wochenstundenzahlen für Pflicht- oder Wahlunterricht angegeben, in der Oberstufe entsprechende Stundenzahlen der Grund- bzw. Leistungskurse.

 

Klasse

Mathematik

Informatik

Physik

Chemie

Biologie

5

4-5 P

 

 

 

2 P

6

4 P

 

2 P

 

2 P

7

4 P

 

 

2 P

2 P (nur 1. Hj.)

8

4 P

 

2 P

 

2 P

9

3 P

3 W

2 P

2 P

2 P

10

3 P

3 W

2 P

2 P

 

11

3 G

3 G

3 G

3 G

3 G

12

3 G / 5 L

3 G

3 G / 5 L

3 G / 5 L

3 G / 5 L

13

3 G / 5 L

3 G

3 G / 5 L

3 G / 5 L

3 G / 5 L

P = Pflichtunterricht; W = Wahluntericht; G = Grundkurs; L = Leistungskurs

 

Mathematik wird von allen Schülerinnen und Schülern durchgängig von Klasse 5 bis Jahrgangsstufe 13 belegt und zählt wie an allen Gymnasien zu den klassischen Hauptfächern mit den bekannten fachimmanenten Bildungszielen. Dabei legen wir Wert darauf, den Schülerinnen und Schülern nicht nur mathematische Begriffe und Verfahren zu erklären und beizubringen, sondern ihnen durch geeignete Beispiele auch die praktische Bedeutung von mathematischen Modellen und Verfahren nahe zu bringen.

 


In der Erprobungsstufe werden die Schüler schon mit der Möglichkeit vertraut gemacht, Tabellenkalkulationsprogramme zur Lösung mathematischer Fragestellungen zu nutzen und so den Umgang mit den neuen Medien zu lernen. In der Mittelstufe findet eine enge Kooperation zwischen Mathematik und Informatik im Wahlpflichtbereich statt. Das Fach Mathematik hat an unserer Schule eine hohe Akzeptanz bei den Schülern, was sich an den regelmäßig stark besuchten Leistungskursen in der Oberstufe ablesen lässt. Auch hier stehen neben den klassischen Themenbereichen, in denen innermathematische Probleme behandelt werden und so die Schüler auf ein eventuelles Hochschulstudium in diesem Fachgebiet vorbereitet werden, häufig Anwendungsmöglichkeiten im Mittelpunkt des Unterrichts.

 

Neben dem Fachunterricht führen wir regelmäßig Wettbewerbe durch, zum Beispiel die Knobelaufgabe des Monats, oder nehmen an externen Wettbewerben teil, dabei erfreut sich vor allem der Känguru-Wettbewerb großer Beliebtheit.

 

Informatik und Neue Medien

Der in der Schulprogrammdiskussion als ein Schwerpunkt sich herausstellende Themenkreis Medienkompetenz und Umgang mit modernen Medien spiegelt sich in der Ausstattung der Schule wider:

·        zwei Computerräume mit je 16 vernetzten Schülerarbeitsplätzen,

·        ein tragbarer Computer mit Beamer zum Einsatz auch außerhalb der Computerräume,

·        Ausstattung einzelner Klassenräume mit einem Einzelplatzrechner für den Einsatz im Unterricht aller Fächer,

·        Aufbau eines Selbstlernzentrums, das neben den klassischen gedruckten Materialien auch Computerarbeitsplätze mit geeigneter Software und Internetanschluss enthalten wird.

Für Schülerinnen und Schüler, die nicht nur am Umgang mit Computern sondern auch am Verständnis der Wirkungsweise dieser Geräte interessiert sind, bieten wir im Differenzierungsbereich der Klassen 9 und 10 das Fach Informatik an.

Auch in der Oberstufe laufen regelmäßig Informatik-Grundkurse, die bis zum Abitur durchgeführt werden. Seit Jahren wählen Schülerinnen und Schüler auch Informatik als Prüfungsfach im Abitur.

Außerunterrichtliche Aktivitäten in diesem Fachbereich finden in verschiedenen AGs statt. Eine AG beschäftigt sich mit der Erstellung und Pflege der Schulhomepage, eine andere beschäftigt sich als Technik-AG mit der Betreuung der Computerräume.


Physik und Chemie gehören zu den klassischen Naturwissenschaften, in denen alle Schülerinnen und Schüler während der Sekundarstufe I nach den gültigen Stundentafeln unterrichtet werden.

In der Sekundarstufe II ist eine Naturwissenschaft (Physik, Chemie oder Biologie) durchgehend zu belegen, zumindest als Grundkurs. Grundsätzlich besteht in allen drei Fächern auch ein Leistungskursangebot.

Eines unserer wichtigsten Anliegen besteht darin Freude am Experiment zu vermitteln und zu erhalten. Darüber hinaus sollen Fähigkeiten zu exakter Beobachtung und Beschreibung naturwissenschaftlicher Phänomene, sowie ein verantwortungsbewusster Umgang mit technischen Geräten und Chemikalien erworben werden. Ein Fachraum für Chemie und zwei für Physik bilden hierfür die Voraussetzungen.

Um besonders interessierte Schülerinnen und Schüler zu fördern, ermuntern wir sie zur Teilnahme an Wettbewerben, wie z. B. „Chemie entdecken“ und beraten sie dabei.

Nach Abschluss der Sekundarstufe II sollten unsere Schülerinnen und Schüler für ein Hochschulstudium vorbereitet sein und naturwissenschaftliche Erkenntnisse und Entwicklungen in ihrer Bedeutung für die Gesellschaft angemessen beurteilen und kritisch werten können.

An unserer Schule werden die Fächer Physik und Chemie traditionell in der Sekundarstufe II durchgängig unterrichtet. Die hohe Akzeptanz bei unserer Schülerschaft zeigt sich darin, dass beide Fächer immer wieder mir sehr gutem Erfolg als Abiturfächer gewählt werden.

 

Der Fachbereich Biologie bietet in seiner Ausstattung mit zwei Fachräumen, Schulgarten, Gewächshaus, Teichanlagen und den Wäldern und Grünanlagen in der Nähe der Schule Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, sich neben der pflichtgemäßen unterrichtlichen Betätigung auch individuell zu engagieren.

Im Unterricht der Sekundarstufe I stehen die Lebewesen in ihrem Bau und ihrer Funktion im Vordergrund. Einzelne Tier- und Pflanzenarten und der Mensch werden ganzheitlich auf ihren Struktur- und Funktionszusammenhang hin untersucht. Besonderen Wert legen wir dabei auf die gesundheitliche Für- und Vorsorge (z. B. gesunde Ernährung, Hygiene, Vermeidung von Haltungsschäden) und die Einstellung zu Natur und Umwelt. Am Ende der Klasse 9 steht der Mensch, seine Entwicklung, Fortpflanzung und seine Sexualität im Mittelpunkt des Unterrichts. Auf einem „ Sexualkunde“– Seminar außerhalb der Schule (2 Tage) werden Schülerinnen und Schüler mit medizinischen, sozialen und gesellschaftsrelevanten Themen konfrontiert, um die Selbstfindung und Akzeptanz anderen, auch Randgruppen, gegenüber zu fördern.

Der Unterricht in der Oberstufe setzt die Arbeit der Sekundarstufe I fort. Tiefergehendes biologisches Grundlagenwissen, die Kenntnisse und Handhabung von Fachmethoden und Verfahrenstechniken, die Wertschätzung aber auch kritische Betrachtung wissenschaftlicher Erkenntnisse sollen zu einem naturwissenschaftlich fundierten Weltverständnis beitragen. Dabei ergibt sich eine Vielzahl von Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit anderen Fächern (Chemie, Physik, Mathematik, Informatik, Religion, Philosophie und Erdkunde).

Werden in der Jahrgangsstufe 11 noch Grundlagen erarbeitet, so sind in der Qualifikationsphase der Stufen 12 und 13 folgende Themen vorgesehen:

·        Genetische und Entwicklungsphysiologische Grundlagen von Lebensprozessen,

·        Ökologische Verflechtungen und nachhaltige Nutzung,

·        Evolution der Vielfalt des Lebens und

·        Steuerungs- und Regulationsmechanismen im Organismus.

Themenspezifische Exkursionen und der Besuch naturkundlicher Museen werden dabei unterstützend genutzt.

Unser Ziel ist es, dass die Schülerinnen und Schüler durch die so erworbenen Kenntnisse ein breites Verständnis naturwissenschaftlicher, vor allem biologischer Systeme erreichen und somit eine allgemeine Studierfähigkeit erlangen. Da die erworbenen Kenntnisse und Fertigkeiten sich auch auf berufliche Bereiche und Situationen übertragen lassen, hoffen wir den Schülerinnen und Schülern, die kein Studium beginnen wollen, Einblicke und einen besseren Einstieg in die Berufswelt vermitteln zu können.

Um den Interessen der Schülerinnen und Schüler auch außerhalb des Fachunterrichtes nachkommen zu können, bieten wir verschiedene Arbeitsgemeinschaften an (z. B. Schulgarten-, Aquarien-, Kräuter-, Koch-Arbeitsgemeinschaft).


4          Praktikum und Berufsorientierung

Das Schülerbetriebspraktikum wurde auf Grund eines Beschlusses der Schulkonferenz im Jahre 1992 eingerichtet und wird seitdem regelmäßig jährlich einmal in den letzten beiden Wochen des ersten Schulhalbjahres im Januar durchgeführt.

Sinn und Zweck des Praktikums ist es, den Schülerinnen und Schülern für einen begrenzten Zeitraum Einblicke in die Berufs- und Arbeitswelt als Gegensatz zu ihrer gewohnten schulischen Umgebung zu ermöglichen.

Die Schülerinnen und Schüler suchen sich nach Möglichkeit selbst ihre Praktikumsplätze in der näheren Umgebung des Schulortes. Eine umfangreiche Datenbank mit geeigneten Firmen steht zur Verfügung. Bei erfolgloser Suche hilft die Schule.

Die Betreuung erfolgt durch die in der Klasse unterrichtenden Lehrkräfte.

Die Schülerinnen und Schüler lernen und üben im Rahmen des Deutschunterrichtes der Klasse 9 die Formen der schriftlichen und mündlichen Bewerbung, einschließlich Vorstellungsgespräch, und werden im Politikunterricht im 1. Halbjahr der Klasse 10 ausführlich auf das Betriebspraktikum vorbereitet. Sie stellen nach Beendigung des Praktikums eine Praktikumsmappe zusammen, die folgende Pflichtteile enthalten muss:

·        Beschreibung des Betriebs

·        Beschreibung des persönlichen Tätigkeitsbereichs/Arbeitsplatzes während des Praktikums

·        Kurze Beschreibung der einzelnen Praktikumstage (Praktikumstagebuch)

·        Detaillierte Darstellung eines Praktikumstages

·        Darstellung eines Berufsfeldes aus dem Praktikumsbereich (z. B. das einer Krankenschwester)

·        Auswertung und Beurteilung des Praktikums

·        Praktikumsbescheinigung durch den Betrieb

Eine von manchen Eltern und Schülern gewünschte Ausdehnung des Betriebspraktikums auf drei Wochen steht noch zur Diskussion.

Während der vergangenen drei Jahre (1998 – 2000) hat das ATG den Jgst. 10 bis 13 jeweils in der letzten Woche vor den Herbstferien eine Berufsinformation der besonderen Art angeboten: Zu jeder Veranstaltung haben etwa sechzehn Referentinnen und Referenten aus der Praxis, vom Anwalt bis zur Werbefachfrau, interessierten Schülerinnen und Schülern aus ihrer reichen Berufserfahrung berichtet. Es wurden Fragen gestellt, es wurde diskutiert.

Es wurden Illusionen durch Informationen ersetzt.

Das Berufsforum war ein Markt der Möglichkeiten zur praxisbezogenen Berufsplanung.


5          Schulleben

Das diesem Schulprogramm zugrunde liegende ganzheitliche Verständnis von Schule lenkt den Blick verstärkt auf die über den Schulunterricht zum Teil weit hinausreichenden Bereiche des schulische Lebens. Schule wird in diesem Zusammenhang als ein Lebensraum verstanden, in dem sich die verschiedenen und unterschiedlichen Fähigkeiten der an Schule beteiligten und interessierten Personen entfalten können. Während der Unterricht in den einzelnen Sachfächern die kognitive Seite des Lernens stärker betont, kommen im Schulleben die emotionalen und praktischen Elemente klarer zur Geltung. Auch der Gesichtspunkt des fächerverbindenden Arbeitens, eines gemeinschaftlichen und zugleich arbeitsteiligen Vorgehens sowie die Bedeutung der Präsentation der Arbeitsergebnisse finden im Schulleben eine deutliche Berücksichtigung. Zudem ist das schulische Leben ein Reflex der sozialen und sozial-integrativen Aufgaben auch unserer Schule. Es hat einen hohen Stellenwert in Bezug auf die Identifikation mit unserem Gymnasium; es unterstützt nicht zuletzt die Verwirklichung wichtiger Lernziele. Die im Folgenden dargestellten Facetten des Schullebens mögen dies verdeutlichen:

 

Unter dem Aspekt der Förderung der persönlichen Entwicklung, der Erziehung zur Selbstständigkeit, der Entfaltung individueller Fähigkeiten und der Mitverantwortung der Schülerinnen und Schüler ist die Arbeit der Schülervertretung ein unverzichtbarer Bestandteil bei der Verwirklichung des Bildungs- und Erziehungsauftrags unserer Schule. Dem Schülerrat steht an unserer Schule ein Schülersprecherteam vor, das gemeinsam mit dem Schülerrat die Aktionen der SV plant. Jedes Schuljahr findet ein SV-Seminar statt, in dem die Rechte und Aufgaben der Schülervertretung thematisiert, Ideen zur Gestaltung des Schulalltags bzw. -umfelds ausgearbeitet werden und ein aktuelles Thema z. B. ‚Gewalt im Alltag‘ behandelt wird. Neben der schulinternen Arbeit engagieren sich verschiedene Schülerinnen und Schüler beim Aufbau des Jugendparlaments in der Gemeinde Engelskirchen und übernehmen so auch außerschulisch soziale Verantwortung und zeigen Bereitschaft zu verantwortungsvollem Handeln und Engagement.

 

Das ATG ist seit 1996 Mitglied der Aktion Courage / Schule ohne Rassismus, die es sich zum Ziel gemacht hat jeglicher Art von Diskriminierung und Gewalt vorzubeugen. Grundlage aller Projekte ist der Artikel 1 der Menschenrechte: ,,Alle Menschen sind gleichwertig“. Deshalb lehnen wir jede Art der Diskriminierung von Menschen, sei es wegen ihres Geschlechts, ihres Glaubens, ihrer Hautfarbe, ihrer Herkunft, ihrer Sexualität, ihrer Behinderung, ihres Bildungsniveaus, ihrer Nationalität oder ... grundsätzlich ab. Die diese Aktion tragende Gruppe verfolgt das Ziel, die Schule zu einer ,,konfliktfreien Zone“ zu machen. Konflikte sollen gewaltfrei gelöst werden und nicht eskalieren. Mediations-, Streitschlichtungsprogramme und Deeskalationstraining scheinen geeignete Wege zu sein.

Gemeinsame Projekte der verschiedenen Schülergruppen zusammen mit den drei anderen Schulen in der Gemeinde unterstützen das Erlernen von Toleranz, die Übernahme sozialer Verantwortung, partnerschaftliches Verhalten und Verantwortungsbewusstsein gegenüber den Mitmenschen. Das nächste Projekt ist ein Sport-Turnier, unter dem Motto: ,,Sport verbindet“.

 

Mit dem Schuljahr 1998/ 99 begann aufgrund eines Konferenzbeschlusses die psycho-soziale Beratungstätigkeit am ATG. Diese Beratungstätigkeit setzt eine spezielle Kompetenz voraus und folgt einem eigenständigen Beratungskonzept. Die absolute Verschwiegenheit gehört zu den wichtigsten Grundsätzen einen erfolgreichen Beratung.

Die Beratung ist von vielen Schülerinnen und Schülern, Eltern und Lehrerinnen und Lehrern angenommen und begrüßt worden. Sie wird in einem hohen Maße beansprucht.

Der Schwerpunkt liegt in der psychosozialen Beratungsarbeit zum Problemfeld Schule, in Einzelgesprächen mit dem Betroffenen unter Einbezug des weiteren sozialen Umfeldes.

Die Tätigkeitsbereiche sind vielfältig:

·        Lernschwierigkeiten, z. B. Konzentrationsschwäche, Motivationsprobleme, fehlende Lernstruktur und -strategien

·        Lernstörungen, z. B.Störungen in der Wahrnehmung, Konzentration, Teilleistungsstörungen, Lernblockaden

·        Leistungsstörungen, z. B. Leistungsschwäche und -abfall

·        Verhaltensprobleme und - auffälligkeiten, z. B. motorische Unruhe, aggressives oder apathisches Verhalten, mangelnde Impulskontrolle

·        Schullaufbahnberatung Sek I

·        Klärung von Unter- und Überforderung an unserem Schulsystem

·        Schulangst

·        Herstellen und Aufrechterhalten von Kontakten zu außerschulischen Einrichtungen, zu städtischen oder konfessionellen Erziehungs- und Lebens-Bratungsstellen oder Instituten für Lerntherapie

·        Kooperation mit anderen Schulformen

·        familiäre und persönliche Probleme, falls sie sich für die schulische Problematik als ursächlich erweisen.

 

Die Beratungsarbeit ist lösungsorientiert; bevorzugt wird die systemische Betrachtungsweise. Das bedeutet, dass die Schülerinnen und Schüler nicht isoliert mit ihren Problem gesehen werden, sondern in ihren vielfältigen Abhängigkeiten und Beziehungen in ihrem schulischen und außerschulischen Umfeld. So werden die komplexen Einflüsse deutlicher, die zu den Problemen geführt haben und man kann, - wenn nötig - dieses Umfeld in den „Gesundungsprozess“ einbeziehen.

 

Bei dieser Beratungstätigkeit geht es darum,

1.      das Problem in seinem Wirkungsgefüge zu analysieren,

2.      einen Verständnishintergrund für die Beteiligten zu schaffen,

3.      realistische Ziele mit dem Kind bzw. Jugendlichen zu erarbeiten,

4.      die damit verbundenen Schritte und Strategien vom Kind/Jugendlichen entwickeln zu lassen,

5.      dem Kind/Jugendlichen zu einem lern- und entwicklungsfördernden Verhalten zu verhelfen und

6.      zu einer Stärkung des Selbstwertgefühls des Schülers zu kommen.

 

Drogenprävention wird am ATG als Querschnittsaufgabe aufgefasst und in vielen Fächern thematisiert:

Biologie:

·        Im Rahmen der Gesundheitserziehung, Kl.5/6/9

 

·        Zellbiologie (11.1), Stoffwechselphysiologie (11.2), Genetik (12.1); Neurophysiologie (12.2),
Verhaltenslehre (12.2)

Chemie:

·        Alkohol (11.1), Arznei und Drogen (13.2)

Deutsch:

·        Möglich in allen Jahrgangsstufen

Erziehungswissenschaft:

·        Im Rahmen der Selbstwertstärkung

 

·        Störung in der Entwicklung (12.2)

Politik:

·        Wahlthema in Klassen 6/8/10

Sozialwissenschaften:

·        Wahlthema in der Oberstufe

Sport:

·        Im Rahmen der Gesundheitserziehung in allen Jahrgangsstufen


 

SV:

·        Drogenprävention war mehrfach Thema der SV-Seminare der letzten Jahre Referenten waren Psychologen der Landessuchtklinik und des Psychologischen Beratungsdienstes und Sozialarbeiter der Drogenberatungsstellen

Klassenfahrten/Wandertage/Exkursionen:

·        Der Klassenstufe entsprechende Unterrichtseinheiten

 

Zusätzliche Veranstaltungen des Drogenberatungslehrers

·        Jgst. 9/10: jährlich mindestens eine Informations- und Diskussionsstunde (Doppelstunde) mit dem Drogenberatungslehrer

·        Verwendung von Vertretungsstunden zur Drogenprävention

·        Elternabende zum Thema Drogen

·        Einüben von Rollenspielen und kleinen Theaterstücken zur Konsumproblematik

·        Betreung von einzelnen Schülern und Vermittlung an Beratungsstellen in den vergangenen Jahren

·        Disco- und Theaterbesuche zum Thema Drogen

·        Informationsreihen im evang. und kath. Jugendheim und der Caritas

·        Arbeitsgemeinschaft zum Thema Drogen mit eigener Zeitung

 

Seit über 30 Jahren bietet die Fachschaft Sport im ATG Schikurse an, die sich eines außerordentlich großen Zuspruchs erfreuen.

Schikurse in der Jahrgangsstufe 8 verstehen sich als außerschulisches Unterrichtsangebot zum Erlernen einer neuen Sportart.

Schifahren

·        fördert die körperliche Leistungsfähigkeit, dient der Gesundheit und der Erholung,

 

·        ermöglicht über die Schule hinaus eine sinnvolle sportliche Freizeitgestaltung,

 

·        erschließt Erfahrungen des gemeinsamen Erlebens von Rücksicht und Hilfe in der Gruppe (Gemeinschaftserlebnis) und

 

·        sensibilisiert für die Schönheit der Natur (Naturerlebnis) aber auch für den behutsamen und schonenden Umgang mit der Umwelt (Umwelterziehung).

 

 

Die folgende Übersicht gestattet einen Einblick in die an unserer Schule vorgesehenen Klassen- und Studienfahrten:

Klassen 5/6:

zwei 1 – 2tägige Wanderfahrten in der näheren Umgebung

Klassen 8:

einwöchiger Skikurs in Flecken/ Tirol

Klassen 10:

5 – 6tägige Mittelstufenabschlussfahrt innerhalb Deutschlands oder ins benachbarte Ausland

Stufe 13:

5 – 6tägige Oberstufenabschlussfahrt, i. d. Regel ins europäische Ausland,
z. B. London, Paris, Florenz/ Toskana, Budapest, Prag

 

Seit der Gründung des Aggertal-Gymnasiums sind Theateraufführungen ein fester Bestandteil des schulischen Lebens. Mit der Aufführung des Musicals Sister Act wurde vor wenigen Jahren ein weiterer kultureller Akzent gesetzt. Die umfangreichen Vorbereitungen für das Musical Grease verdeutlichen, warum das ATG sehr viel Kraft und Zeit in diese Arbeit investiert:

Sie hat den Charakter eines Projektes, dem ein breites Spektrum von Inhalten und Aufgaben zugrunde liegt. Dieser Anforderung kann nur durch eine breite Beteiligung von Personen (im Fall von Grease ca. 120 Schülerinnen und Schüler) entsprochen werden. Damit erhöhen sich die Erwartungen an die Kooperations- und Teamfähigkeit sowie Kooperationsbereitschaft aller Beteiligten. Theater- und Musicalprojekte fordern und fördern zudem fachübergreifendes und verbindendes Denken und Handeln. Sie entsprechen somit in besonderer Weise zentralen Anliegen der gegenwärtigen curricularen Entwicklung. Die Arbeit an einem erfolgreichen Bühnenprojekt unterstützt die Beteiligten in ihrer Persönlichkeitsbildung. Sie ist zudem ein wichtiger Faktor in der Außenwirkung der Schule und verstärken die Identität mit ihr - gute Argumente, die Theater- und Musicalarbeit am ATG fortzusetzen.

 

Unsere Schule legt Wert auf ein gutes Miteinander von allen an der Schule beteiligten Persoen (Schülerinnen und Schülern, Eltern, Lehrerinnen und Lehrer, Sekretärinnen, Hausmeister und Ehemaligen). Regelmäßig stattfindende Schulfeste sind ein besonderer Ausdruck der Zusammenarbeit. Die Erlöse kommen ausgewählten sozialen Einrichtung zu Gute.

 

Das Schulumfeld muss attraktiver werden. Darüber sind sich Schülerinnen und Schüler, Eltern, Lehrerinnen und Lehrer einig. Eine Fülle von Vorschlägen aus der Schülerschaft zur Umgestaltung des Schulhofs wurden z. B. bei einem Ideenwettbewerb gesammelt.

Im Sommer 2000 hat sich ein Arbeitskreis gebildet, der es sich zur Aufgabe machte, die Initiative zu ergreifen und das Schulumfeld möglichst rasch zu verbessern. Dabei sollten vor allem die Schülerinnen und Schüler mit in die Planung einbezogen werden, ebenso aber auch interessierte Eltern. Der erste Schritt bestand in der Abfrage der Schülerinteressen anhand eines dafür entworfenen Fragebogens, der sorgfältig ausgewertet wurde. Weitere Anregungen wurden durch Visitationen von Schulen und Einrichtungen, die ein solches Vorhaben schon erfolgreich durchgeführt haben und durch Teilnahme an Fortbildungsveranstaltungen gesammelt. Um für die Schülerinnen und Schüler ein sichtbares Zeichen zu setzen, dass wirklich etwas passiert, wurden kurz vor den Sommerferien mehrere Sitzgruppen aus Holz für den Schulhof angeschafft, die sich seit der feierlichen Übergabe großer Beliebtheit erfreuen. Es wurde der Beschluss gefasst, die Fachhochschule Köln in die weiteren Planungen zu involvieren. In Absprache mit der Gemeinde wurde daraufhin ein Wettbewerb für die Studentinnen ausgeschrieben. Um zu gewährleisten, dass die Studentinnen und Studenten nicht an den Wünschen vorbeiplanen, wurde ein gemeinsamer Workshop in der Schule organisiert. Einen ganzen Nachmittag saßen Schülerinnen und Schüler und Studentinnen und Studenten in mehreren Gruppen höchst konzentriert zusammen, um über die jeweiligen Ideen zu verhandeln. Randvoll mit Ideen verließen die Studentinnen und Studenten den Workshop, um weiterhin an ihren Entwürfen zu feilen. Das nächste Treffen fand dann in der Fachhochschule statt: Die Schülerinnen und Schüler zogen nach Deutz, um die Entwürfe zu begutachten. Die Jury, zusammengesetzt aus Vertretern der Universität, Eltern, Schülern und Lehrern, die sich in einem weiteren Schritt formierte, sollte die Qual der Wahl haben. Die Entscheidung wurde schließlich schweren Herzens getroffen. Als vorläufiger Höhepunkt fand die Preisverleihung und die Präsentation der Entwürfe mit der Schülervertretung statt. Die Umsetzung soll in mehreren Etappen erfolgen, je nach finanzieller Unterstützung durch Sponsoren.

 

Das bisherige Modell der Nachmittagsbetreuung soll aufgrund von zu geringer Beteiligung eine Überarbeitung erfahren. Die damit verbundene Bestellung eines Mittagessens in der Mensa ist ebenfalls rückläufig und soll in der bestehenden Form nicht weitergeführt werden. Beide Bereiche haben momentan eine geringe Attraktivität und Akzeptanz.

Nach dem jüngsten Beschluss der Lehrerkonferenz soll ein Nachmittagsbetreuungsangebot mit außerschulischen Trägern zusammen konzipiert werden. Der Gemeinderat hat inzwischen beschlossen, dass ein Nachmittagsangebot für Schülerinnen und Schüler aller weiterführenden Schulen entwickelt werden soll. Das bisherige Ganztagsangebot am ATG soll integriert werden.

 


Seit Oktober 1995 gibt es am Aggertal-Gymnasium den Eine-Welt-Kreis. In diesem Arbeitskreis, der monatlich tagt, beschäftigen sich Eltern, Schülerinnen und Schüler und LehrerInnen mit den zentralen Problemen der „Eine Welt“ (Armut und Hunger, globale Umweltzerstörung, ...).

Ausgangspunkt war die Einsicht, dass die Probleme der „Dritte-Welt-Staaten“ keineswegs isolierte Probleme der sogenannten „Dritten Welt“ sind, sondern nur begriffen bzw. gelöst werden können im Geflecht der historischen, politischen, sozialen und wirtschaftlichen Faktoren der „Einen Welt“. Die Einsicht in die wechselseitigen Abhängigkeiten und Zusammenhänge gewann ihre Konturen aber erst in der Anerkennung der Tatsache, dass die Industrienationen (und damit wir!) eine überragende Verantwortung für die vor allem wirtschaftlich teils katastrophale Lage in der „Dritten Welt“ tragen.

Neben diesen Überlegungen zum objektiven Aspekt der Einen-Welt-Arbeit standen gleichrangig Gedanken zum eher subjektiven Aspekt der entsprechenden Arbeit: Vom Prinzip unteilbarer Verantwortung ausgehend sollte ein Sich-Sorgen um die „Dritte Welt“ nicht getrennt sein von der Beachtung der eigenen Situation, d. h. auch Verbesserungen hier und jetzt einschließen. Alle diese Überlegungen führten zur Planung und Einrichtung des Eine-Welt-Ladens.

Dieser wird vom Eine-Welt-Kreis seit Mai 1996 im Erdgeschoss des Neu­baus betrieben – initiiert auch durch die intensive Beschäftigung mit der Eine-Welt-Problematik in einer Projektwoche. Neben Schreibwaren (Umweltschutzpapier) werden fair gehandelte Produkte der GEPA (Kaffee, Tee Honig, handwerkliche Produkte) sowie über die Lichtbrücke bezogene Juteartikel aus Bangladesh zu einem auch für die Produzenten fairen Preis angebo­ten. Der Eine-Welt-Laden ist in jeder ersten großen Pause geöffnet.

Durch den „fairen Handel“ soll einerseits das Bewusstsein hier bei uns für die Probleme der ,,Einen Welt“ geschärft werden, andererseits sollen eigenständige Entwicklungsprojekte gefördert werden.

Alle Erlöse des Eine-Welt-Ladens werden ausschließlich zur För­de­rung sozialer Projekte in der sogenannten „Dritten Welt“ verwendet. Der Eine-Welt-Kreis hat beschlossen die Arbeit der Lichtbrücke e. V. zu unterstützen. So werden die Erlöse für den Bau, Einrichtung und Betrieb von Schulen in Bangladesh verwendet.

Neben dem Betrieb des Eine-Welt-Ladens beteiligt sich der Eine-Welt-Kreis an vielfältigen Aktionen:

·        kontinuierliche Mitwirkung beim Lichtbrückenbasar

·        Bewirtung bei Anlässen wie Elternsprechtagen oder dem Tag der offenen Tür

·        Initiierung von Einzelaktionen (der Sponsorenlauf zugunsten der Lichtbrücke erbrachte im letzten Jahr einen Erlös von 12.300 DM)

Umwelterziehung ist eine wichtige Querschnitts- und Daueraufgabe, die alle schulischen Gruppen gleichermaßen fordert und nicht als das Anliegen einiger weniger Fächern begriffen werden darf. Eine kleine Arbeitsgruppe „Energie und Umwelt“ versucht seit Jahren die schulischen Aktivitäten hinsichtlich des verantwortungsvollen Umgangs mit begrenzten Ressourcen zu forcieren. Einige Initiativen der Arbeitsgruppe seien erwähnt:

·        die Teilnahme am Energiesparwettbewerb der Gemeinde, der zum Ziel hatte, durch ein verändertes Nutzerverhalten die erheblichen Energieeinsparpotentiale zu mobilisieren

·        die Einführung der Mülltrennung in allen Klassen- und Fachräumen des ATG

·        die Planung und Durchführung eines sehr erfolgreichen „Ideenwettbewerbs“, an dem viele Schülerinnen und Schüler mit hoher Motivation teilnahmen und viele kreative Verbesserungsvorschläge zur Verbesserung „ihrer“ Schule einbrachten. (u. a. wurden viele Vorschläge zur schülergerechten Schulumfeldgestaltung gemacht, die den erfolgreich verlaufenen Wettbewerb zur Schulumfeldgestaltung zur Folge hatten)

·        die Initiierung einer Projektwoche unter dem Motto „Wir gestalten unsere Schule (um)“ im Schuljahr 1999/2000, auf der möglichst viele der im Rahmen des Ideenwettbewerbs der Schülerschaft einge­brachten Verbesserungsvorschläge umgesetzt werden sollten.

·        die Begleitung des unmittelbar vor seiner Umsetzung stehenden vorbildlichen Projektes „Solarschule ATG“. Mit Unterstützung des Wuppertal-Institutes soll am ATG im Rahmen der „100.000 Watt-Solar-Initiative NRW“ ein Leitprojekt der Landesinitiative Zukunftsenergien NRW umgesetzt werden. Neben einer großen Photovoltaikanlage (40 - 45 kW) soll die komplette Beleuchtungsanlage saniert werden und ein hocheffizientes Blockheizkraftwerk gleichzeitig Strom und Wärme für die Schule produzieren. Durch Einsparmaßnahmen und solare Stromerzeugung soll der Strombezug um über 60% reduziert werden. Das Projekt soll teilweise finanziert werden durch ein Bürger-Contracting-Modell.

Nicht zuletzt durch das Projekt „Solarschule“ erhoffen wir uns einen neuen Motivationsschub für die gesamte Schulgemeinde, damit Bildung für eine nachhaltige Entwicklung zukünftig am ATG den Stellenwert erhält, den sie verdient und den die globalen Erfordernisse einfordern.

 


Der Verein der Förderer und Freunde des ATG Engelskirchen e. V. unterstützt die Schule bei Anschaffungen, die unterrichtlichen Zwecken dienen, und bei der Ausstattung von Räumen, wenn pädagogisch Wünschenswertes und Nützliches über den Schuletat nicht finanziert werden kann. In seinen durchschnittlich fünf, über das gesamte Schuljahr verteilten Sitzungen berät der Vorstand des Vereins über die Vorrangigkeit von Anschaffungen, Projekten wie auch Aktivitäten, die für eine Förderung in Betracht kommen. Ziel des Vereins ist jedoch nicht nur die materielle Unterstützung durch Mitgliedsbeiträge und Sponsoren. Er sieht sich auch als Instrument, das die Kontakte innerhalb der Schulgemeinde und deren Identität mit der Schule pflegen möchte. So leistet der Verein regelmäßig seinen Beitrag bei offiziellen Anlässen der Schule, beispielsweise beim Tag der offenen Tür, beim Kennenlerntag und am ersten Schultag der neuen Klassen 5. Sein besonders Anliegen ist es, die Verbindungen und Beziehungen der Ehemaligen zum ATG aufrecht zu erhalten und zu fördern. Die Arbeit des Fördervereins findet im Bewusstsein der gesamten Schulgemeinde zunehmend Anerkennung.

 

 


6          Schüleraustausch

Unsere Schule pflegt den Austausch mit einer Schule in Brügge, Belgien und Jugendlichen der französischen Partnergemeinde von Engelskirchen: Plan-de-Cuques (bei Marseille).

 

Unsere belgische Partnerschule ist das St. Josef Institut, Noordzandstraat 76, Brügge.

Die Schule liegt zentral im mittelalterlichen Kern von Brügge und wird überwiegend von Mädchen besucht. Seit 1996 nehmen Schülerinnen und Schüler der Stufen 10 – 12 am Austausch teil, die belgischen Schüler haben Deutsch als 3. Fremdsprache gewählt.

Der Austausch dauert 3 Tage und findet Ende April, Anfang Mai statt. Gegenseitiges persönliches Kennenlernen, Informationsvermittlung über das Schulsystem des Partners, Abbau von Vorurteilen, Aufarbeiten der gemeinsamen Geschichte und Intensivierung des europäischen Gedankens sind Ziele des Austausches.

Die geringe Entfernung zur Partnerstadt und die gute Bahnverbindung ermöglichen die Fortsetzung der Kontakte. Das reichhaltige kulturelle Angebot von Brügge ist für unsere Schülerinnen und Schüler besonders reizvoll.

 

Seit 1996 finden einmal jährlich einwöchige Begegnungen von Schülerinnen und Schülern des ATG mit Jugendlichen der französischen Partnergemeinde von Engelskirchen, Plan-de-Cuques, statt. Dieser Austausch verfolgt mit dem auf Gegenseitigkeit angelegten Aufenthalt in Gastfamilien das Ziel der Förderung interkulturellen und sozialen Lernens. Gemeinsame kulturelle und sportliche Aktivitäten sollen dieses Ziel unterstützen helfen und dazu beitragen, die Eigenart der anderen Kultur kennenzulernen sowie Wege zu möglichen internationalen Freundschaften zu eröffnen.

Da die Gemeinde Plan-de-Cuques erst im Jahr 2002 eine weiterführende Schule erhalten wird, befindet sich der Austausch noch in einer Übergangsphase. Zur Zeit besuchen die französischen Partner unserer Schülerinnen und Schüler verschiedene Schulen in der Umgebung von Plan-de-Cuques, und die Organisation der Begegnung wird vom Partnerschaftsbeirat der französischen Gemeinde übernommen.

Adressaten des Austauschs sind interessierte Schülerinnen und Schüler der 8.-11. (12.) Klasse. Voraussetzung ist die Kenntnis elementarer Strukturen des Französischen und die Bereitschaft, in dem auf die Fahrt folgenden Jahr einen französischen Gast aufzunehmen.

An den Begegnungen nehmen pro Jahr ca. 20 Schülerinnen und Schüler teil. Um eine gewisse Kontinuität zu gewährleisten, besteht die Möglichkeit, dass Jugendliche sich auch ein zweites Mal für die Teilnahme am Austausch bewerben, was von einigen Schülerinnen und Schülern wahrgenommen wird.

7          Arbeitsgemeinschaften

Neben der unterrichtsorientierten Arbeit prägt ein breit gefächertes Angebot von Arbeitsgemeinschaften unsere Schule.

 

So wird das Musikleben des ATG durch vielfältige Arbeitsgemeinschaften gestaltet. Bei vielen Schulfeiern, der Begrüßung neuer oder zukünftiger Schüler und Schülerinnen und Schüler und bei Schulkonzerten haben die verschiedenen Musik-Arbeitsgemeinschaften schon mitgewirkt. Besondere Ereignisse waren dabei die Aufführungen der Musicals „Sister Act“ und „Grease“. Eine weitere Tradition ist die gemeinsame Chor- und Orchesterfahrt in eine Jugendherberge. Bei diesen Gelegenheiten entsteht Gemeinschaftsgeist zwischen den aus verschiedenen Klassen stammenden Musikerinnen und Musikern, da man auch Freizeit gemeinsam erlebt.

 

Der Unterstufenchor besteht seit Beginn des Schuljahres 2000/ 01 und ist somit das jüngste Musikensemble am ATG. Auch die Adressaten dieser AG sind, wie der Name schon sagt, die Jüngsten der Schule, Schülerinnen und Schüer der Klassen 5 und 6. Zweimal treffen sie sich in der Woche in der siebten Stunde, um gemeinsam Programme für verschiedene Anlässe zu erarbeiten.

Darüber hinaus ermöglichen die zwei wöchentlichen Proben eine fundierte stimmbildnerische Arbeit, die in ausführlichen Einsing- und Intonationsübungen ihren Ausdruck findet. So kann behutsam an Stimmumfang und Volumen der jungen Stimmen gearbeitet werden, ohne dass der Spaß am gemeinsamen Singen zu kurz käme.

Mit dem Unterstufenchor schließt sich eine Lücke im Musikleben am ATG: mussten bisher Nichtinstrumentalisten bis zur siebten Klasse warten, um im Gospelchor mitsingen zu können, haben nun auch die „Kleinen“ die Möglichkeit, sich musikalisch zu engagieren und anschließend nahtlos und gut vorbereitet mit den „Großen“ weiterzusingen. Im Gospelchor werden vor allem Musicalprojekte vorbereitet und damit ein breites Spektrum von musikalischen Inhalten und Aufgaben behandelt.

 

Das Schulorchester besteht seit 4 ½ Jahren, ihm gehören zur Zeit Instrumentalisten aus Klasse 5 bis 8 an. Es sind vor allem Blasinstrumente vertreten, dazu kommen Violinen und Gitarren und Klavierbegleitungen.


Das wichtigste Ziel für alle Mitspielenden ist es, Programme für Aufführungen zu erarbeiten und durch Präsentation geschickt ausgesuchter und gut geprobter Ergebnisse Erfolge zu erzielen.Außerdem werden viele wichtige Fähigkeiten geübt, so z. B. die Hörfähigkeit und die Fähigkeit zur Rücksichtnahme.

Was das Repertoire betrifft, so hat das Orchester zwei Schwerpunkte: die im weiteren Sinne „klassische“ Kunstmusik (z. B. Griegs „Morgenstimmung“) und neuere populäre Musik (Ragtimes, Beatles-Lieder). Neben der Mitwirkung bei den Musicals soll das eigene Repertoire des Orchesters weiter seinen Stellenwert behalten. Die musikalische Ausgestaltung des Schullebens soll der wichtigste Schwerpunkt bleiben. Ideen für die Zukunft wären die Planung weiterer Musiktheaterprojekte, die Zusammenarbeit mit dem Orchester der Musikschule und anderen Orchestern sowie die Teilnahme an Wettbewerben.

 

Andere Arbeitsgemeinschaften widmen sich dem Thema Ernährung. So leiten Schülerinnen und Schüler eine Koch-Arbeitsgemeinschaft und in einer anderen Arbeitsgemeinschaft wird „Bock auf Frisches“ vermittelt. Ein Ergebnis der verschiedenen Aktivitäten ist das von den Schülerinnen und Schülern stark nachgefragte ATG-Schulcafe „Fata Morgana“. Das Konzept des Cafes ist kurz auf folgenden Nenner gebracht:

·        frisch zubereitete Pausensnacks

·        ausgewogen im Nährstoff-,Vitamin- und Mineralstoffangebot

·        müllarm (Pfandbehältnisse)

·        preiswert im Angebot

·        Ort der Begegnung und sich füreinander solidarisch einsetzen

·        Einbeziehen der Eltern in den Schulbetrieb durch ehrenamtliche Mithilfe

Damit leistet das Schulcafe einen aktiven Beitrag in der Gesundheitserziehung, im Umweltbewusstsein (Minimierung von Abfall und weitgehender Verzicht auf Convenience-Produkte, Ressourcenschonung) und im Umsetzen der Vorstellung einer Solidargemeinschaft.

Das Cafe ist täglich von 8.30 – 14.30, Freitag von 8.30 – 12.30 geöffnet. Im Angebot des Cafes findet sich Frischobst und Gemüse (saisonal variabel); Milch und Milchprodukte, Säfte, Tee, Kaffee, Brühe, Wasser, belegte Brötchen, frische Müsliriegel, Salzbrezel. An verschiedenen Tagen werden zusätzlich Waffeln, gefüllte Fladenbrote, Pizza und diverse Suppen angeboten.

Ermutigt durch den boomenden Schulcafebetrieb auf Grund einer hohen Zahl von ehrenamtlich helfenden Müttern ist an eine Erweiterung des Betriebes in den Freiluftbereich (Innenhof) gedacht.

 

Die Schulgarten-Arbeitsgemeinschaft hat am ATG schon Tradition, wenn auch mit unterschiedlich starker Beteiligung. Ein vorhandenes Gewächshaus und zwei eingefasste Außenbeete bieten die Basis für Erfahrungen im Bodenbearbeiten, Säen, Kultivieren, Ernten, Verarbeiten zu Speisen, zu Küchengewürzen und zu Tischschmuck. Immer wieder wird deutlich, wie groß der Lernbedarf ist im Unterscheiden von gesäten und gewollten Pflanzen zu sich selbst ausbreitenden "Unkräutern", die entfernt werden sollen. Die Begeisterung bei z. B. erfolgreicher Radieschen-, Kürbis- oder Möhrenernte ist groß. Weitere Schwerpunkte sind: Das Zimmern von groben Sitzgelegenheiten, das Anlegen von Feuerstelle, Vogel- und Insektennisthilfen, Kräuterspiralen, das Erkennen und Sammeln von Heilpflanzen für Tees, Marmeladen, Salben, Essigen u.a.

Die Schulgarten- und Schulumfeld-Produkte werden getrocknet, weiterverarbeitet und als veredelte Produkte zugunsten der Bangladesh-Hilfe auf dem jährlichen, großen Lichtbrückenbasar im sog. Ökomarkt angeboten, was allen beteiligten Schülerinnen und Schülern sowie Lehrkräften große, positive Rückmeldung gibt.

Dabei ist der Lern- und Erfahrungsprozess auf dem Sektor der natürlichen Heil- und Nahrungspflanzen und -früchte recht hoch, ebenso die Beobachtung der zeitaufwendigen und mühevollen Herstellung von Lebens- und Heilmitteln. Die Ehrfurcht vor der Kreatur steigt.

Geplant sind in der Zukunft: Die Weiterführung der Schulgartenarbeit, Obstbaumpflege, Sinne-Schulung (im Rahmen der Schulhof- und Schulumfeldgestaltung), Weg der Sinne, Klangbäume u. a.

 

Seit Februar 2001 existiert eine Erdkunde-Arbeitsgemeinschaft, die sich an alle Schülerinnen und Schüler ab Klasse 7 wendet. Die Arbeitsgemeinschaft vermittelt einen Überblick über die Entstehungsgeschichte unserer Erde sowie die geologische Entwicklung des Naturraums Deutschland, speziell des Rheinischen Schiefergebirges. Sie setzt nicht die Teilnahme an den angebotenen Exkursionen voraus, die Beteiligung an den Exkursionen vertieft aber sicher die Arbeit der Arbeitsgemeinschaft.

 

Viermal im Jahr erscheint die Schülerzeitung Kontur unter Leitung eines Redaktionsteams, dem ein beratender Lehrer zur Seite steht. In ihr werden Berichte über Schulfahrten oder schulische Veranstaltungen ebenso veröffentlicht wie Artikel über allgemeine Themen, die die Jugendlichen bewegen. Auch Rätsel und Witze kommen nicht zu kurz. Die Kontur bietet allen Schülern Gelegenheit, ihr kreatives Potential zu entfalten. Autorinnen und Autoren von Kurzgeschichten oder Lyrik kommen hier zu Wort, auch Zeichner von Comics und Karikaturen können auf diesem Forum vor ihr Publikum treten. Ein Team aus Eltern und Lehrern veröffentlicht zweimal im Jahr den Schulbrief, in ihm wird die Schulgemeinde über die aktuellen Entwicklungen und zukünftigen Planungen in der Schule informiert.

 

Die Photo-Arbeitsgemeinschaft begleitet und dokumentiert die verschiedenen Aktivitäten der Schule. Außerdem können die Schülerinnen und Schüler hier verschiedene Techniken von der Photographie bis zur Entwicklung und Vergößerung erlernen.

 

In der Basketball-Arbeitsgemeinschaft erlernen die Schülerinnen und Schüler „das Spiel mit dem orangenen Ball“. Die Förderung von Fair Play und Teamgeist, so wie die Teilnahme an den jährlichen Schulmeisterschaften sind Ziele der Arbeitsgemeinschaft.

 

Der in der Schulprogrammdiskussion als ein Schwerpunkt sich herausstellende Themenkreis Medienkompetenz und Umgang mit modernen Medien spiegelt sich auch durch das Angebot verschiedener Informatik-Arbeitsgemeinschaften wider. Eine Arbeitsgemeinschaft beschäftigt sich mit der Erstellung und Pflege der Schulhomepage, eine Andere beschäftigt sich als Technik-Arbeitsgemeinschaft mit der Betreuung der Computerräume.

 

 


8          Personalentwicklung und Lehrerausbildung

In den für Schulen notwendigen Prozess der Qualitätsentwicklung muss die Personalentwicklung integriert sein. An unserer Schule gewinnt der Aspekt der Personalentwicklung zunehmend an Bedeutung, da auf Grund vorgesehener wie auch vorzeitiger Pensionierungen eine Reihe schulischer Aufgaben neu zu verteilen ist. Hierbei wird es insbesondere für die Schulleitung entscheidend darauf ankommen, durch eine Vielfalt von Maßnahmen (Gespräche, Beratung, Konferenzen, Beurteilungen usw.) die bestmögliche Übereinstimmung zwischen den vorhandenen Fähigkeiten aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und den Anforderungen der Schule zu erreichen. Auch die Mitwirkung der Schule bei der Personalauswahl über schulscharfe Ausschreibungen – wie am Aggertal-Gymnasium 1999 im Hinblick auf die Fächer Französisch und evangelische Religion zum ersten Mal praktiziert – kann als ein wichtiges Instrument der Personalentwicklung angesehen werden. Für die Personalentwicklung ist ebenfalls bedeutsam, dass sie von gezielt angebotenen und sorgfältig ausgewählten Fortbildungsangeboten begleitet wird. Basis hierfür sind die in diesem Schulprogramm zugrunde gelegten Leitbilder, Werte und Normen. Dies soll verdeutlichen, dass der gesamte Personalentwicklungsprozess auf einer konzeptioneller Grundlage stattfinden muss.

 

Ein besonderes Gewicht hat in diesem Zusammenhang auch die Lehrerausbildung. Ihr Ziel ist die berufliche Handlungskompetenz, die Lehramtsanwärterinnen und -anwärter im Hinblick auf ihre spätere Tätigkeit als Lehrerinnen und Lehrer erwerben sollen. Dieser Aufgabe widmen sich in Kooperation Schule und Seminar. Am Aggertal-Gymnasium sind damit zwei Ausbildungskoordinatorinnen (AKO) betraut. Ihre Funktion besteht zunächst darin, die Referendarinnen und Referendare mit der Binnenstruktur der Schule (Organisation und Zuständigkeiten), den verschiedenen Konferenztypen und deren Aufgabe, mit den Verwaltungs- und schulrechtlichen Fragestellungen bzw. Problembereichen, dem Schulprogramm und den Schwerpunkten der Schulentwicklung wie auch mit den Prinzipien der wesentlichen Funktionen des Lehrerberufs (Unterrichten, Erziehen, ...) vertraut zu machen. Darüber hinaus organisieren und koordinieren die AKO gemeinsame Veranstaltungen von Schule und Seminar, Veranstaltungs-, Beratungs- und Prüfungstermine, Unterrichts- und Hospitationsmöglichkeiten der Referendarinnen und Referendare, Teilnahmemöglichkeiten bzw. Mitwirkung an außerunterrichtlichen Veranstaltungen (Methodentraining, Gottesdienstgestaltung, Arbeitsgemeinschaften), die Durchführung eines schulspezifischen Begleitprogramms. Die beiden AKO beraten die an unserer Schule tätigen Lehramtsanwärterinnen und -anwärter schließlich auch in Konfliktsituationen, in Fragen des Unterrichtseinsatzes (Ausbildungsunterricht, selbstständiger/ eigenverantwortlicher Unterricht, Hospitationen), bei Organisationsfragen zu Prüfungsvorbreitungen, im Aufgabenbereich des Planungs- und Entwicklungsgesprächs.

 

 

 

9          Konkrete Ergebnisse der Schulprogrammarbeit für den Unterricht

Da der Schwerpunkt der Überlegungen zum Schulprogramm eindeutig auf den Unterricht gelegt wurde, sind hier auch die ersten Konkretisierungen vorgenommen worden.

 

 

9.1         Methodentraining, Eigenverantwortliches Arbeiten (EVA) und Integrationsmaßnahmen in der Erprobungsstufe

Die Methodenkompetenz in den Klassen 5 und 6 soll gezielt gefördert werden. Zu diesem Zweck findet im ersten Halbjahr der Klasse 5 ein Basistraining im Rahmen einer zusätzlichen Wochenstunde statt, das von einem Unterrichtenden durchgeführt wird. Den Schwerpunkt dieses Basistrainings bildet die Einführung elementarer Lern- und Arbeitstechniken (wie Organisation von Hausaufgaben, Vorbereitung von Klassenarbeiten, Gestaltung des Arbeitsplatzes, Heftführung, Umgang mit Informationen, gezielte Nutzung des Computers bei der Anwendung bestimmter Methoden).

Die eingeführten Lern- und Arbeitstechniken werden im Fachunterricht eingeübt. Um dies zu erleichtern werden Lehrerteams auf Klassenebene gebildet, die die Koordination der Methodenpflege übernehmen (s. u.). Das schon praktizierte Training fachspezifischer Methoden bleibt ein wichtiger Bestandteil des Methodenerwerbs.

 

Neben dem Erwerb von Arbeitstechniken umfasst das Basistraining auch die gezielte Einübung verschiedener Kommunikationsformen (Kugellager, Gruppenpuzzle), die die Methoden- und Sozialkompetenz der Schülerinnen und Schüler fördern.

 

Eine enge Kooperation mit den Eltern auch hinsichtlich der Methodenpflege wird angestrebt. Hierzu gehört neben einer gezielten schriftlichen Information vor Eintritt in die Schule die Information im Rahmen einer Pflegschaftssitzung. Dies betrifft vor allem die Arbeitstechniken, die die häusliche Arbeit betreffen (Hausaufgaben, Vorbereitung auf Klassenarbeiten).

 

Die frühzeitige Kooperation mit den Grundschulen ist vor allem für die Angleichung der unterschiedlichen Lernvoraussetzungen hinsichtlich des methodischen und fachlichen Wissens wichtig.

 

Angestrebt wird die Einführung bzw. Fortführung von Unterrichtsverfahren, die selbständiges Lernen unterstützen. Eigenverantworliches Arbeiten - z. B. in der Form von Stationenlernen - ist denkbar zur Bearbeitung begrenzter Themeneinheiten und in Übungsphasen. EVA lässt sich auch einsetzen , um Unterrichtsgegenstände durch Visualisierung zu festigen (Lernplakate , Folienanschriebe, Tafelanschrieb).

 

Zur Förderung der Gruppenbildung, Integration und Identifikation mit der Schule erhalten die Schülerinnen und Schüler beim Eintritt in die Klasse 5 eine altersgerechte Informationsbroschüre zur Orientierung und zur Klärung wichtiger Fragen der Organisation unserer Schule. Der Förderung gruppenbildender Maßnahmen dienen ein- bis zweitägige Klassenwanderungen.

Jeder Klassenlehrer einer 5. Klasse soll die Möglichkeit erhalten, auch kurzfristig eine Veranstaltung zum Kennenlernen zu terminieren.

Ergänzend wird eine nicht zu große Zahl von Unterrichtenden in einer Klasse angestrebt. Idealerweise werden Lehrerteams von 3 Unterrichtenden gebildet.

 

 

9.2         Methodenseminar in der Jahrgangsstufe 11

In der Stufe 11 ist - erstmals im Schuljahr 2000/ 01 - ein Seminar durchgeführt worden, um nicht nur Lerninhalte, sondern auch Lernstrategien und Teamfähigkeit zu vermitteln. Behandelt wurden die Themenbereiche:

·        Kommunikation - Kooperation - Teamgeist

·        Zeitmanagement

·        Lerntechniken – Motivation

·        Arbeitstechniken der Informationsbeschaffung

·        Präsentationstechniken

Jeder Themenbereich wurde durch eine kurze Einführung, die von verschiedenen Schülergruppen nacheinander durchlaufen werden, vorgestellt.

 

Um die Motivation der Schüler zu wecken und zu steigern, wurden die verschiedenen Themen inhaltlich an einen einheitlichen Arbeitsauftrag gebunden. Den Schülerinnen und Schülern wurden folgende Aufgabenstellungen zur Auswahl vorgestellt:

·        Planen Sie eine Kursfahrt.

·        Stellen Sie das für Sie herausragende Ereignis oder eine herausragende Person der letzten 100 Jahre dar.

Die nach dem Zufallsprinzip bebildeten Gruppen erarbeiten dann das von ihnen gewählte Thema und wenden dabei die in der Theorie kennengelernten Verfahren an. Lehrkräfte halten sich für Hilfen bereit.

Das Methodenseminar soll künftig möglichst außerhalb der Schule stattfinden und so auch nach Aufhebung des Klassenverbandes und der Aufnahme neuer Schüler zur Stärkung des Sozialgefüges und der Integration dienen.