Am 17. März war wieder Känguru-Tag. An diesem Tag haben am Aggertal-Gymnasium (ATG) in Engelskirchen – wie in den vergangenen Jahren - wieder viele Schülerinnen und Schüler aus den Jahrgangsstufen 5 bis 13 am weltweiten Känguru-Wettbewerb teilgenommen. In diesem Jahr waren es mit 333 Schülerinnen und Schülern des ATG wieder fast die Hälfte der Schülerschaft, die möglichst viele der kniffligen Mathematikaufgaben zu lösen versuchten. Jedem Teilnehmer winkt dabei ein Sachpreis und eine Urkunde, besondere Leistungen werden mit Büchern, Baukästen und weiteren Preisen belohnt.
Seit Ende der 80er Jahre gibt es in Frankreich den Mathematikwettstreit „Kangourou des Mathématiques“, der seine Wurzeln im fernen Australien hat (daher der Name des Wettbewerbs). Der internationale Verein „Kangourou sans frontières“ (mit Sitz in Paris) wurde gegründet, um die weltweite Verbreitung zu begünstigen. Die Aufgaben, die eine internationale Mathematikergruppe entwickelt, sind in den ca. 40 teilnehmenden Ländern weitgehend gleich und werden (fast) überall gleichzeitig bearbeitet. Viele weitere Informationen und Beispielaufgaben findet man auf der Homepage des Wettbewerbes (auf der man auch den Fortgang der Preis- und Urkundenverschickung verfolgen kann) unter www.mathe-kaenguru.de.
Es gibt an der ganzen Schule keine Klasse, aus der nicht mindestens ein Teil der Schüler mit von der Partie ist. Nach Altersgruppen getrennt mussten 24 (in den Klassen 5 und 6) bis 30 vorgegebene Aufgaben unter Klausurbedingungen ohne Hilfsmittel in 75 Minuten bearbeitet werden. Die Aufgaben ähneln den Fragen beim bekannten "Wer wird Millionär?". Allerdings sind beim Känguru-Wettbewerb immer fünf mögliche Antworten vorgegeben und es gibt (leider) keine Joker. Die Auswertung für Deutschland übernimmt die Arbeitsgruppe „Känguru“ an der Humboldt-Universität in Berlin, von dort werden die Preise, Urkunden und Lösungsbroschüren an alle Schulen in Deutschland verschickt.
Eine Beispielaufgabe für die Gruppe 5./6.Schuljahr:
Ich spiele mit meinem Freund mit lauter gleich großen Würfeln. Er hat aus 36 Würfeln eine Mauer um ein quadratisches Spielfeld gebaut. Ich lege das Spielfeld innerhalb der Mauer komplett aus. Wie viele Würfel brauche ich?
(A) 36 (B) 49 (C) 64 (D) 81 (E) 100
Die älteren Schülerinnen und Schüler wurden mit kniffligeren Fragen konfrontiert wie zum Beispiel für die Klassen 9/10:
Bei Spielwürfeln summieren sich die Punkte auf einander gegenüberliegenden Seiten zu 7. Ich staple 3 Spielwürfel so übereinander, dass die Summe der Punkte auf den Seitenflächen, die direkt aufeinander liegen, jeweils 5 ist. Der unterste Würfel liegt mit der 6 auf dem Tisch. Wie viele Punkte sind auf der nach oben weisenden Seite des obersten Würfels zu sehen?
(A) 2 (B) 3 (C) 4 (D) 5 (E) 6
Der Wettbewerb wird am ATG von Matthias Krienke betreut. Er freut sich mit seinen Kollegen, dass Jahr für Jahr eine hohe Beteiligung der Schülerinnen und Schüler erreicht werden kann. Am ATG ist immerhin fast die Hälfte der Schülerschaft bereit, sich einem zeitaufwendigen und anstrengendem Wettbewerb zu stellen und dafür sogar noch 2€ locker zu machen.
Wer den größten Känguru-Sprung, eine möglichst lange ununterbrochene Folge von richtig gelösten Aufgaben, gemacht hat, wird sich aber erst noch zeigen. Jetzt heißt es aber erst einmal abwarten, denn die Auswertung wird erst im Juni oder Juli aus Berlin zurück sein.
Matthias Krienke


